
Mio, gesucht und gefundenMio, gesucht und gefunden Nachdem ich meinen Hund Gero im Juni 2008 mit 17,5 Jahren altersbedingt habe einschläfern müssen, entstand eine große Lücke in meinem Leben. Ich wusste, dass ein neuer Hund auf keinen Fall meinen Gero ersetzen kann und doch brauch jeder einen Freund an meiner Seite. Das war nun Mio. Er suchte dringend ein Zuhause und ich einen Begleiter. Und so hatten wir uns gesucht und gefunden. Mio hat in seinem Leben leider wenig kennen gelernt, schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht und auch so scheint einiges schief gelaufen zu sein. Er geriet er schnell in Stress und war dabei auch nicht mehr ansprechbar. Nachdem er nun mich an der Leine hatte, musste er schließlich auch auf mich aufpassen. Er hatte es sich zur Aufgabe gemacht alles erstmal auf Abstand halten, was bedrohlich sein könnte. Er hat nun schon viele gute Erfahrungen mit Männern machen können und ist ihnen gegenüber gelassener geworden. Er fixiert sie nicht mehr, sondern mich, denn immerhin gibt’s dafür ein Superleckerlie. Wir haben nun beim Spazierengehen keine Probleme mehr, er geht entspannt an ihnen vorbei. Ich habe ihn langsam an, für ihn, stressige Situationen herangeführt und diese immer mehr erweitert. Ausserdem habe ich ihn auf ein Entspannungswort und einen Entspannungsduft konditioniert, welche uns schon gute Dienste geleistet haben. Hundebegegnungen an der Leine ist für uns jedoch noch ein größeres Stück Arbeit. Wir meiden nun direkte Begegnungen und tasten uns Meterweise vor. Ich versuche ihm die Hunde schön zu clickern mit anschließendem Leckerliesuchspiel, was uns bis auf 10 Meter Distanz auch gut gelingt. Ich bin zuversichtlich, dass wir auch hier irgendwann entspannt an anderen Hunden vorbei können. Ohne Leine ist er bei anderen Hunden anfangs zwar noch sehr gestresst, kann aber nach einer Kennlernphase, egal ob Rüde oder Hündin, schön mit ihnen spielen. Von seinen jagdlichen Fähigkeiten war ich jedoch überrascht. Es reichte allein eine Spur und er war im Jagdfieber. Auch in dieser Hinsicht haben wir schon viel erreicht. Damit seine Nase trotzdem ausgelastet ist, lege ich für ihn Fährten, lass ihn Leckerlies suchen und übe/spiele mit ihm an der Reizangel. Mi lässt sich nun überall gerne anfassen, Zecken entfernen ist kein Thema mehr und am allerliebsten liegt er auf dem Rücken und streckt alle Viere in die Luft in der Hoffung, auf Streicheleinheiten. Auch habe ich einen tollen Tierarzt, der sich viel Zeit für Mio nimmt und ihm versucht die Angst zu nehmen. Ich habe viel durch Mio gelernt. Es ist gar nicht so leicht, ein guter Führer zu sein, nicht emotional zu reagieren, keinen Druck auszuüben aber aber trotzdem immer konsequent sein und Sicherheit ausstrahlen. Es macht richtig Spaß mit ihm zu trainieren und für nichts in der Welt würde ich ihn wieder hergeben. |
Letzte Aktualisierung: 23.12.2009
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